Allgemeines
Perfluoroctansäure, PFOA ist eine fluorierte synthetische Carbonsäure (Fluortelomeralkohol, FTOH) innerhalb der Gruppe der perfluorierten Tenside mit zahlreichen industriellen Anwendungen. PFOA gehört zu der Stoffgruppe der perfluorierten Carbonsäuren innerhalb der perfluorierten Tenside. Verwendungszweck: Bestandteil von Wasser und Öl abweisenden Imprägnierungen (Stoffe und Leder), Bodenwachsen, Hydrophobierungen, Wachspapieren und Lebensmittel-Verpackungen (PVC, Kunststoffe), Kerosin.
Es kann als Verunreinigung oder Abbauprodukt von Fluorchemikalien in die Umwelt und somit in den menschlichen Körper gelangen. PFOA besitzt ein hohes Bioakkumulationspotenzial und reichert sich im Nahrungsnetz an. Die Elimination von Perfluoroctansäure ist nur gering. Zu den wichtigsten Emissionsquellen gehören schmutz- und wasserabstoßend ausgerüstete Teppiche und Textilien sowie Feuerlöschschaum. Es bestehen über Studien Hinweise auf leberschädigende, reproduktionstoxische und krebserregende Eigenschaften.
Referenzbereiche
Das Umweltbundesamt hat folgende Referenzwerte für PFOA in Serum / Plasma ermittelt: < 10.0 µg/l für Frauen, Männer und Kinder unter 10 Jahren. Die HBM-Kommission des Umweltbundesamtes hat für PFOA in Serum / Plasma einen HBM-I Wert in Höhe von 2.00 µg/l festgelegt. Konzentrationen bis zu diesem Wert werden als gesundheitlich un- bedenklich eingestuft. Der BAT-Wert des DFG: 5000 µg/lVerwendung in