C-reaktives Protein | SYNLAB Leistungsverzeichnis
Humanmedizin
Verfahren
Analyse-Typ
Kürzel
Untersuchung
Material
Proben-Volumen
Methode
Serum
1 ml
IMTD

C-reaktives Protein

Allgemeines

Das C-reaktive-Protein ist ein Akute-Phase-Protein der unspezifischen Immunabwehr mit schneller Reaktion auf einen Entzündungsherd. Es wird durch das in der Leberparenchymzelle stimulierte Interleukin-6 synthetisiert und an das Blut abgegeben. CRP hemmt die proinflammatorische Aktivität neutrophiler Granulozyten und damit das gewebszerstörende Potential dieser Zellen. Weiterhin bindet es sich an die Zellwand von Bakterien und aktiviert das klassische Komplementsystem. Ähnlich wie bei der BSG fallen beginnende oder chronische Infektionen durch einen erhöhten Wert auf, auch der Schweregrad des Krankheitsbildes läßt sich quantitativ (z.B. bei Sepsis) mit einer ausgeprägten Dynamik der CRP-Serumwerte erfassen. Die Halbwertszeit beträgt 5-7 Std., ein Maximalanstieg ist nach etwa 50 Std. zu erwarten.
Das high-sensitive CRP besteht aus fünf identischen Polypeptideinheiten, die zu einem Ring verbunden sind. Die Synthese erfolgt in der Leber und wird hauptsächlich durch die Zytokine IL-6 und den TNF-alpha reguliert. Konventionelle CRP-Tests schließen qualitative, semiquantitative und quantitative Tests ein, die zur Einschätzung von Infektionen, Gewebeverletzungen und entzündlichen Prozessen im Organismus genutzt werden können. Beim CRP high sensitive ist der Meßbereich gegenüber den konventionellen CRP-Testen nach unten erweitert um Schwellenveränderungen innerhalb entzündlicher Prozesse zu erkennen. Besonders in der Pathogenese der Atherosklerose scheinen Zytokine die Produktion von CRP durch fortschreitende Entzündung der Gefäßwände zu induzieren.