Amikacin | SYNLAB Leistungsverzeichnis
Humanmedizin
Analyse-Typ
Kürzel
Untersuchung
Material
Proben-Volumen
Methode
AMIKA
Amikacin
Serum
1 ml
KIMS

Amikacin

Allgemeines

Amikazin®
Amikacin gehört zu den Aminoglykosid-Antibiotika und dient als Reserve-Notfallantibiotikum zur initialen parenteralen Behandlung lebensbedrohlicher septischen Infektionen, gegen die andere Aminoglykoside unwirksam sind. Der Einsatz ist besonders bei nosocomialen Infektionen, vorzugsweise in Kombination mit einem ß-Lactam-Antibiotikum indiziert.
Die therapeutische Breite ist sehr klein, die Bindung an Plasmaproteine und die Penetration in den Blut-Liquorraum ist gering. Es erfolgt keine Metabolisierung, die Elemination geschieht nur renal, die Halbwertszeit beträgt ca. 2,2-2,6 Std.. Hämodialyse (nicht Peritonealdialyse!) entfernt ca. 50% während einer 6-8 Std. dauernden Dialyse. Amikacin gilt wie die anderen Aminoglykoside als reversibel nephro- und irreversibel ototoxisch (wiederholte Kontrolle der Nierenfunktion, Medikamentenspiegelkontrolle ab dem 3. Behandlungstag, Statoacusticuskontrolle)

Indikation

Therapieüberwachung

  • Durchführungslabor : Fremdleistung
  • Akkreditierungsstatus : nicht akkreditiert

Referenzbereiche

Talspiegel: < 5.0 mg/l Spitzenspiegel: 20.0 - 40.0 mg/l Spitzenspiegel 20 - 40 mg/l bei Dosierung 15 mg/kg Körpergewicht. Amikacin gehört zu den konzentrationsabhängig bakteriziden Antibiotika. Diese Gruppe der Antibiotika enfaltet ihre maximale Wirkung durch Ereichen der Spitzenkonzentration (Cmax) über der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers. Die Blutentnahme zur Bestimmung des Spitzenspiegels sollte idealerweise 30 Min. nach Kurzinfusion bzw. 60 Min. nach Injektion bzw. 1 - 2 h nach oraler Gabe erfolgen.

Verwendung in